Dieser Abschnitt bietet Einblicke in die Natur des Verlangens, einschließlich der verschiedenen Arten, die es gibt, und der ihnen zugrunde liegenden Bedeutungen. Außerdem werden praktische Strategien für die Entwicklung gesunder Bewältigungsmechanismen zur Bewältigung von Heißhunger erforscht.
Wissenswertes: Die Darmbakterien in Ihrem Darm können ebenfalls das Verlangen beeinflussen, aber es sind noch weitere Untersuchungen erforderlich, um diesen Zusammenhang zu bestätigen!
Was ist Heißhunger?
Heißhunger ist das intensive Verlangen oder der Drang, bestimmte Lebensmittel oder Substanzen zu konsumieren, die in der Regel viel Zucker, Fett oder Salz enthalten. Hormonelle Veränderungen, Emotionen oder Umweltreize können sie auslösen. Heißhunger unterscheidet sich vom Hunger, einem körperlichen Gefühl, wenn der Körper Brennstoff benötigt. Heißhunger kann zwar auf ein Verlangen hinweisen, hat aber oft psychologische oder emotionale Ursachen, die nichts mit körperlichen Bedürfnissen zu tun haben. Obwohl es schwer sein kann, dem Verlangen zu widerstehen, leiden viele Menschen unter ihm. Wenn man dem Verlangen jedoch zu oft nachgibt, kann dies zu ungesunden Essgewohnheiten und Gewichtszunahme führen. Daher ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, mit denen sich Heißhungerattacken wirksam bekämpfen lassen.
Körperliche Gründe für Heißhunger:
- Eine nährstoffarme Ernährung: Selbst wenn du genügend Kalorien zu dir genommen hast, ist es unwahrscheinlich, dass du dich satt fühlst, wenn die Kalorien aus Eiweiß und Ballaststoffen stammen. Eine nährstoffarme Ernährung kann Hunger oder Heißhunger auslösen.
- Schwangerschaft: Hormone können den Heißhunger verstärken, da sie die Geruchs- und Geschmacksrezeptoren beeinflussen.
- Prämenstruelles Syndrom (PMS): Veränderungen des Östrogen- und Progesteronspiegels vor der Menstruation können zu verstärktem Heißhunger auf Kohlenhydrate führen. Auch eine unausgewogene Stimmung kann das Verlangen nach diesen Nahrungsmitteln verstärken. Studien deuten darauf hin, dass der Ruhestoffwechsel einer Frau während des Eisprungs ansteigt, was mit dem Heißhunger in Verbindung stehen kann.
- Schlafmangel: Zu wenig oder qualitativ schlechter Schlaf kann die Hormone stören, die Hunger, Sättigung und den Schlafzyklus regulieren.
- Stark verarbeitete Lebensmittel: Ein hoher Anteil an zugesetzten Fetten und Zucker kann süchtig machende Symptome hervorrufen, die das Verlangen steigern, wie einige wissenschaftliche Untersuchungen zeigen (sie können im Belohnungssystem des Gehirns eine ebenso hohe Dopaminausschüttung verursachen wie Nikotin und Alkohol).
- Geringe Flüssigkeitszufuhr: Bevor Sie denken, dass Sie hungrig sind, prüfen Sie zuerst, ob Sie dehydriert sind! Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann bei den meisten Menschen Hungergefühle oder Heißhunger verstärken.
- Darmbakterien: Die Bakterien in Ihrem Darm können ebenfalls das Hungergefühl beeinflussen, aber es sind noch weitere Untersuchungen erforderlich, um diesen Zusammenhang zu bestätigen!
- Körperliche Aktivität: kann dazu beitragen, Heißhunger zu reduzieren. Andererseits kann es Heißhunger auslösen, wenn man sich weniger bewegt als sonst.
Arten von Heißhunger
- Heißhunger ist ein intensives Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln, oft solchen mit hohem Zucker-, Salz- oder Fettgehalt.
- Das Verlangen nach Substanzen bezieht sich auf das Verlangen nach Drogen, Alkohol oder anderen süchtig machenden Substanzen.
- Emotionales Verlangen ist das Verlangen, negative Emotionen wie Stress, Langeweile oder Ängste zu lindern.
- Sensorisches Verlangen bezieht sich auf das Verlangen nach sensorischer Stimulation, z. B. laute Musik, helles Licht oder intensive Geschmacksrichtungen.
- Verhaltenssüchte sind das Verlangen nach bestimmten Aktivitäten wie Einkaufen, Glücksspiel oder der Nutzung sozialer Medien.
Warum bekomme ich mehr Hunger, wenn ich schlecht schlafe?
Schlechter Schlaf kann die Hormone stören, die Hunger und Appetit kontrollieren. Zum Beispiel kann Schlafmangel den appetitanregenden Botenstoff Ghrelin erhöhen und das Sättigungssignal Leptin verringern. Dies kann zu verstärktem Hunger und geringerer Zufriedenheit nach den Mahlzeiten führen.